Anna Dello Russo kehrt Pelz den Rücken

Nach eindringlicher Aufforderung der Tierrechtsorganisation PETA will sich nun auch Anna Dello Russo von Pelz befreien. Ein Trend, dem immer mehr Labels wie auch Gucci, Tommy Hilfiger und Armani folgen.

 

Anna Dello Russo – Journalistin, Bloggerin, Designerin, Influencer, bunt, gewagt, aus der Modeszene seit Jahrzehnten nicht mehr wegzudenken. 

 

Die italienische Stil-Ikone besitzt keinen Kleiderschrank, sie hat eine eigene Kleider-Wohnung. Aber selbst in einer Mailänder Wohnung ist der Platz endend wollend. So trennte sich die Italienerin von 30 ihrer sagenhaften Outfits, in Summe rund 200 extravagante Designer-Stücke. 

 

Diese Prachtstücke wurden im Zuge der Mailänder Fashion Week im Auktionshaus Chriestie’s versteigert. Der Erlös ging an das „Swarovski Foundation Scholarship Program“, in der talentierte Nachwuchs-Designer gefördert werden.

 

Im Auktionskatalog befanden sich Kostbarkeiten von Saint Laurent, Balenciaga, Jil Sander, Gucci, Givenchy oder Giorgio-Armani. Und – drei aufsehenerregende Pelzstücke: eine Miu Miu Stola, eine mit Fell verzierte Jacke von Antonio Berardi sowie ein Teil aus Hermelinpelz von Dolce & Gabbana. 

 

Anna Dello Russo bekennt in Sachen Pelz Farbe

Nach Erscheinung des Aktionskatalogs kam die Tierrechtsorganisation PETA auf die 55jährige Fashionista zu und ersuchte sie eindringlich, sich endlich gegen das Tragen von Pelz auszusprechen und die Pelzstücke nicht zu versteigern. Dello Russo – eine sich selbst bezeichnende Tierliebhaberin – hat kurzerhand die Pelzstücke aus der Auktion genommen und an das Anti-Pelz-Programm der PETA übergeben, wo sie nun in Kampagnen gegen Pelz eingesetzt werden.

 

Immer mehr Designer entscheiden sich gegen Pelz in ihren Kollektionen und schließen sich dem „Fur-Free-Retailer“-Programm an. Ob man in dieser Milliarden-Industrie aber tatsächlich von einer Trendwende sprechen kann, bleibt abzuwarten.

 

(Sabine Bimminger)

 

 

 


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