Kritik am Bild oder wie du mit Kritik umgehen kannst

Wie du mit Kritik umgehen kannst

Vermutlich passiert es genau in diesem Augenblick schon wieder. Jemand sieht eine Arbeit von dir, ein Foto, eine Reportage, einen Post auf Instagram oder ein Bild, das du auf Facebook geteilt hast - und kritisiert es. Gerade jetzt be- oder verurteilt irgendjemand was du anhast, wie du gehst, was du tust, sagst, fotografierst - und wie du es tust.

Die meisten Kritiken berühren uns nicht mal, denn sie passieren ja hinter unserem Rücken. Du bekommst sie nicht mal mit.

Andere aber erwischen uns direkt. Als Kommentar auf unseren Post oder Blogbeitrag, als Antwort auf unseren Instagram-Post, manchmal sogar als e-Mail. Da hat sich dann jemand wirklich Zeit genommen, seine eigene Unzufriedenheit gebührend zu platzieren.

Mal ehrlich - Kritiken sind nicht immer leicht zu schlucken und sie sind nicht immer einfach so abzuschütteln. Nach meinem Strache-Video weiß ich wohl so gut wie kaum ein anderer, wie sich das anfühlen kann.

Doch klar ist auch: Je mehr wir uns zeigen, desto mehr Kritik werden wir auch bekommen.

Warum dich andere kritisieren? Zum Beispiel, weil …
sie befürchten, du könntest mehr verdienen als sie selbst. Das finden sie unfair und sind neidisch darauf, weil bei dir scheinbar alles so einfach läuft.
sie vielleicht die gleiche Idee hatten wie du - nur du warst schneller in der Umsetzung.
du womöglich schon erreicht hast, was ihnen noch nicht gelungen ist - zB in Form von Presseberichten, Magazin-Covers, Auszeichnungen und Awards.

Zuerst mal:
Kritiken sind nur Meinungen. Und die meisten Kritiken sind nicht konstruktiv.

Step 1
 - Von wem kommt dir Kritik?


Ich nehme Kritik niemals ernst, wenn sie von jemandem kommt, der weit unter meinem Niveau ist oder auf Augenhöhe mit mir. Ist es jemand, den ich bewundere, nehme ich sie an und schaue, was ich daraus lernen kann. Doch ehrlich - wer besser ist als du, hat meist Besseres zu tun, als andere zu kritisieren. 



 

Step 2 - Genieße es!
Bilder die kritisiert werden, bekommen auch meist wesentlich mehr Publicity als andere deiner Projekte. Einige meiner Projekte wurde regelrecht in der Luft zerrissen dafür jedoch zig-tausende Male gesehen. Die Berichte darüber gingen bis zur „Sun“ in den USA. Was viel diskutiert wird, erhält auch viel Aufmerksamkeit.

Menschen können dich nur dann nieder prügeln, wenn du auf deinem Weg bergauf bist!

Kritik ist bloß eine Interpretation von jemandem. Wie bei einem Lied in den Charts. Sehr vielen gefällt’s, und ein paar wenige können es nicht ausstehen. Und das war’s dann auch schon.

Step 3 - Mach dein Ding
Lass dich auf keine Diskussionen ein, das ist nicht dein Niveau. Ändere auch nicht deinen Stil, deine Art, deine Inszenierungen. Bleib dabei, dein Ding zu machen. So wie du nun mal bist. Nur damit fällst du in der Masse auf. Von Null-acht-fünfzehn Fotografen gibt’s schon genug da draußen. Nur wenn du verdammt gut und anders bist, hast du eine Chance, zu den Besten zu zählen.

Step 4 - Du bist in bester Gesellschaft
Alle werden kritisiert. Menschen sind nun mal so. Vor allem, wenn sie weniger haben als du, weniger erreicht haben als du.  Je spannender und medien-präsenter deine Arbeiten werden, desto mehr Menschen werden glauben, dich kritisieren zu müssen. Manche machen das sogar zu ihrem Job.

 

Ach ja… du kannst Kritik natürlich auch ganz vermeiden. So zum Beispiel: 

Criticism is something you can easily avoid by saying nothing, doing nothing, and being nothing. (Aristoteles)

Auf gut Deutsch - leg die Kamera weg und verkriech dich in ein Loch. Was, das ist nicht deine Art? Gut! Dann geh raus und mach verdammt nochmal die besten Bilder die du machen kannst!

Du wirst kritisiert werden. Fakt. Je besser du wirst, desto mehr gibt’s auch davon. Nimm sie wahr, nimm sie an, wenn du möchtest, lerne daraus wenn sie wertvoll sind aber gehe deinen eigenen Weg weiter. Lass nicht zu, dass Kritiken Zweifel in dir auslösen oder, dass du dich hinter ihnen versteckst.


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