Trauer um Hubert de Givenchy

Robert Doisneau/Gamma-Rapho, via Getty Images
Robert Doisneau/Gamma-Rapho, via Getty Images

Literatur zu Hubert de Givenchy:

Audrey and Givenchy

 

Trauer um Hubert de Givenchy


Der französische Modeschöpfer Hubert de Givenchy ist im Alter von 91 Jahren friedlich entschlafen, gab sein langjähriger Partner Philippe Venet bekannt.

„Das Geheimnis der Eleganz ist, selbst elegant aufzutreten“, so das Bekenntnis der verstorbenen Modelegende. Mit ihm verlässt einer der letzten ganz großen Couturiers den Laufsteg, nachdem große Modeschöpfer wie Yves Saint Laurent oder Oscar de la Renta schon von uns gegangen sind.

De Givenchy – für viele der Aristokrat der Mode – designte fast ein halbes Jahrhundert Mode für Frauen, „um sie zu verschönern und nicht zu verkleiden“. Mit seinen zeitlos eleganten Kollektionen prägte er die Mode der 50er- und 60er Jahre. Dabei kreierte er komfortable Outfits und seine berühmten Zweiteiler, die sich hervorragend miteinander kombinieren ließen.

Audrey Hepburn, Jackie Kennedy, Grace Kelly
1953 lernte Hubert de Givenchy Audrey Hepburn kennen, welche von nun an enge Vertraute und Muse des Modeschöpfers werden sollte. Sie trug seine Kreationen in ihren Filmen „Frühstück bei Tiffany“ und „Sabrina“. Nach dem Tod der Schauspielerin 1993 schrieb De Givenchy, „sie verlieh den Kleidern erst ihren Anmut“.

Hepburn war nicht die einzige weltberühmte Kundin, auch Grace Kelly, Elizabeth Taylor, Marlene Dietroch, Brigitte Bardot oder Jackie Kennedy vertrauten den Kreationen des Franzosen. Letztere erschien während des Wahlkampf ihres Mannes im berühmten roten Givenchy-Mantel und auch das Trauerkleid gab sie nach der Ermordung ihres Mannes bei Hubert de Givenchy in Auftrag.

1988 verkaufte De Givenchy sein Lebenswerk an LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton und präsentierte 1995 dort – unter Beisein von Größen wie Yves Saint Laurent, Christian Lacroix, Kenzo, Paco Rabanne und Valentino – seine letzte Kollektion.

Anschließend zog er sich aus der Modewelt zurück und konnte dieser auch nicht mehr viel abgewinnen. Im Magazin „Paris Match“ beklagte er im Vorjahr, „dass heute zu dick aufgetragen wird. Früher haben sich die Menschen noch Zeit zum Ankleiden genommen und Wert auf prächtige Stoffe gelegt. Heute hingegen – alles nachlässig.“

(Sabine Bimminger)


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